Nicht Turnschmiede sondern Klangschmiede
Die Ehrenmitglieder haben eine erlebnisreiche Tagung erlebt. Ich habe die rund 30 Teilnehmer mitgenommen auf die Reise durch die reiche Klangkultur im Toggenburg. In Alt St. Johann trafen wir uns beim mächtigen Wasserrad. Die zwei Führer begleiteten uns kompetent auf drei verschiedenen Stockwerken im Klanghaus oder Haus zur alten Mühle.
In der Schmiede werden Schellen, Klangschalen und Gongs ab der heissen Esse geschmiedet. Das Wasserrad bringt den Schmiedehammer in Schwung.
Die Hausorgel mit Baujahr 1812 steht in einem fünfteiligen Gehäuse mit Flügeltüren, die alle unglaublich schöne Malereien aufweisen. Kein Restaurationspinsel hat bis heute jemals daran herumgefummelt.
Turnerinnen und Turner staunten über die phantastischen Schwingformen, die Klang in Sand oder Wasser erzeugten. Das Schwingungsbild der eigenen Stimme zeigte die Zusammenhänge der Ober- und Untertöne.
Natürlich durften die Besucher auch selber „Hand anlegen“. Die Sentumsschellen wurden
im Einklang bewegt. Da fehlte nur noch das „Zeuerli“.
Im Restaurant „Schäfli“ stellte sich der neugewählte Verbandspräsident Thomas Hofstetter selber vor. Toni Müller hielt einen Rückblick auf das Toggenburger Turnfest in Kaltbrunn.
Er stellte Vergleiche her in technischer, administrativer und finanzieller Hinsicht mit den
Jahren um die 1950. Für ältere Ehrenmitglieder fast unglaublich! Von meiner Warte aus habe
ich einige Informationen vermittelt, die den Weg noch nicht zu allen Ehrenmitgliedern gefunden haben. Die Technik hat etliche Ehrenmitglieder überholt, diese können den Rückstand nicht mehr wett machen.
Der feine Imbiss mit Getränke wurde wieder vom Verbandsvorstand offeriert, was die Ehrenmitglieder sehr schätzten.

